Nach langer Enthaltsamkeit im Bereich Linux und angeregt durch den Artikel von Frank Roebers habe ich mich dazu entschlossen doch noch einmal einen Test mit einem Linux Betriebssystem zu befassen. Die Frage war, wie weit entwickelt ist das Betriebssystem Ubuntu, wie kompliziert ist es für Endanwender Ubuntu zu installieren und welche Einschränkungen gibt es.
Nach der Freigabe des neuen Ubuntu 8.04 am Anfang dieser Woche begann ich gleich mit dem Download der ISO Datei. Danach wollte ich diese auf eine CD brennen. Naja was so ein richtiger Windows User ist, der zerlegt beim Brennen erst mal die ISO. ”Hm, meine Schuld”, dachte ich, und “saugst du halt noch mal.” Gemacht, getan. Dieses mal mit einem anderem Tool ;) gebrannt und siehe da, die CD startet und fängt auch an zu installieren.
Nach dem Einlegen der CD startet automatisch das Auswahlmenü und man bekommt die Möglichkeiten, Ubuntu ohne Installation zu testen, Ubuntu zu installieren, den Arbeitsspeicher zu prüfen (was ich sehr gut finde) oder den Start des Betriebssystems von der Festplatte aus duchzuführen.
Nach dem Start ohne Installation, der reibungslos funktionierte, begann ich nun mit der Installation. Wie beim Windows Betriebssystem auch, musste man nun erstmal die Grunddaten eingeben. Wer ist man, Rechnername und Passwort setzen, dann die Zeitzone und schon gings los.
Die Installationszeit betrug ca. 30 Minuten und wurde durch einen Fortschrittsbalken begleitet. Am Ende sollte der Rechner neu gestartet werden. Bis dahin verlief die Installation wie bei allen anderen Betriebssystemen auch.
Nach dem Neustart kam die erste positive Überraschung. Der Rechner war bereits nach nur einer Minute startklar. Hat man denn soetwas schon gesehen? Rechner starten und dabei sitzenbleiben lohnt sich – einfach toll! Der erste Eindruck entsprach ungefähr dem, was ich so erwartet hatte. Oben die Leiste mit den Menüs, Hintergrundbild nicht schlecht, aber auch nicht zu aufdringlich. Nun begann ich mich durch die Menüs zu klicken. Zuerst zu den Anwendungen und, welch eine Überraschung, siehe da Firefox, E-Mail, Open Office, alles schon dabei, kleine Spiele auch ;) und sogar das Internet ging sofort.
Nun noch Updates und Einbindung der Treiber, das sich problemlos und ohne kryptische Befehle bewerkstelligen ließ. Dann noch ein finaler Neustart und fertig.
Nun wollte ich wissen wie umgänglich das System mit mir ist. USB Stick rein und: “Das geht!” Musike an, auch kein Problem. Beim Video anschauen musste noch ein Codec nachinstalliert werden. Den hatte Ubuntu aber selbst erkannt und automatisch eingebunden. Lediglich mit meiner externen Festplatte, die NTFS formatiert ist und via USB angeschlossen wurde, war er nicht sofort bereit zu arbeiten.
Fazit und erster Eindruck: Die Installation und Einbindung von Treibern ist einfach und sollte jedem, der ein wenig Sachverstand mitbringt, gelingen. Die mitgebrachten Programme sind für den Heimgebrauch ausreichend. Mit OpenOffice sollte jeder umgehen können, der mit Schreib- und Kalkulationsprogrammen schon einmal gearbeitet hat. DVD abspielen und MP3 hören ging mit kleinen Einschränkungen sofort. Besonderer Vorteil: das Betriebssystem startet sehr schnell.
Nächster Test – Installation auf einem Notebook. To be continued …



hat schon jemand erfahrung mit wubi gemacht? dem windows installer, der ohne neuparitionierung installiert.
Daher sind wir dazu übergegangen, bei den heutigen Festplattenpreise, einfach generell eine "Spielpartition" zu erstellen.