von am 23. April 2009

16 Kommentare | Web

Thema Conversion Rate

Webworker Kai kommentierte gestern den Beitrag vom Kollegen Giuseppe woraufhin ich mal wieder einen Blick in sein Blog geworfen habe. Ich war letztens schonmal bei ihm hängen geblieben, als er einen Artikel darüber geschrieben hatte, wie anmierte Twitter Avatare bauen kann.

Dabei habe ich seinen aktuellen Artikel zum Thema Conversion Rate gefunden. Vor allem geht es darum, welche Faktoren Einfluß auf die Conversion Rate (CR) nehmen können. Webworker benutzt dabei das Bild eines Thermometers, das anzeigt, ob mein Shop nun “hot or not” ist.

Die Liste der Faktoren ist ein guter Anhaltspunkt, den man sich immer mal wieder vor neben den Shop legen und abprüfen sollte. Dabei wird man um eine Kombination der Punkte, bzw. Vertiefung im Detail nicht umhin kommen.

• die Marke (Markenstärke / Branding)
• das Image (Reputation)
• das Angebot (Sortiment)
• der Preis
• das Layout (Stichwort: Kauferlebnis)
• die Benutzbarkeit (Usability)
• die Navigation
• die Bedarfsdeckung (Sortiment)
• Garantie
• Geschäftsbedingungen (Versand, Rücknahme etc pp)

Geschäftsbedingungen und Garantie sind mMn z.B. sehr stark mit dem Image (und der Glaubwürdigkeit, Seriösität) des Shops verbunden. Kann man zu den Versandbedingungen nicht Navigieren, ists’s auch Essig und wenn die Benutzbarkeit des Rücknahme-Prozesses nicht taugt, ist das Kauferlebnis im Eimer.

Ich würde diese Liste aber auf jeden Fall um die Stichpunkte

• Suche
• Kommunikation
• Warenkorb
• Checkout

Als wesentliche Bestandteile einer Shopstrategie erweitern. Noch weiter ins Detail geht einer der Kommentatoren des Artikels – Markus, der unter www.grafixx.at ausführlich zu Verbesserung der Conversion Rate durch den “>Optimierung des Bestellprozes, Einsatz von Landingpages und bessere Formulare gebloggt hat.

Kai kommt nach hinten raus in seinem Posting auf das Thema, dass nicht nur Shops, sondern jede Webseite eine (oder mehrere) Conversion Rate erzeugt. Ob nun gewillt oder unbeabsichtigt:

Zufallssurfer zu Stammlesern
Besucher zu Newsletterabonennten
Startseitensurfer zu “Tiefreinklickern”
Kurzzeitbeuscher zu Rumklickern
passive Leser zu aktiven Kommentierern

Wer den Erfolg seines Blogs, Webseite, Newsletters oder was auch immer steigern möchte, sollte sich einfach mal ein bißchen Gedanken zu dem Thema machen. Anregungen, was und wie man etwas unternehmen kann, gibt es netzweit eine Menge.

Zum Beispiel bei Web Analytics Experten Timo Aden, der sich fragt “Ist meine Conversion Rate korrekt?” oder beim ebusinesslab, wo Ihr einen Leitfaden Conversion Rate nach E-Mail-Angabe runterladen könnt.

Ich würde mich über Kommentare hier freuen, was für Euch relevante CRs sind und wie Ihr sie verbessern konntet.

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16 Kommentare zu “Thema Conversion Rate”

  1. Kai Kai sagt:
    Danke für die Nennung! :-)

    Bei deinen vier Punkten gebe ich dir vollkommen Recht. Vorallem der Checkout-Prozess ist elemtar. Ich wollte allerdings nicht derart ins Detail gehen, soviel eCommerce sind meine Leser nicht gewöhnt ;)

    Es war gewollt. Denn ich wollte mit dem Posting nicht nur Leute ansprechen, die einen Shop haben. Auch Agenturen oder normale Firmenpräsentationen sollten Ziele aufweisen, wenn man nicht gerade aus der Branche kommt. Sprich: Nur im Internet sein ist zu wenig.

    Ich denke auch, dass Thema wird zu selten behandelt außerhalb der Marketing-Sippschaft. Ich mein, spätestens bei Schlagworten wie "call to action" ist dann doch meist Feierabend. Sicherlich nicht bei "den Großen", aber in der breiten Masse.

    Ich denke in dem Bereich muss noch viel aufgearbeitet werden.Ich hatte heutige einige Anfragen im Postfach Richtung "hab ich nicht verstanden" - in diesem Sinne

    Beste Grüße
    Kai

  2. Alexander Kahl sagt:
    Jepp, da hast Du Recht. Vielen wird gar nicht bewußt sein, welche Möglichkeiten resp. Ansatzpunkte sie verschenken.

    Ich glaube, ein Ansatz "Conversion Rate ist nicht nur was für Online-Läden" sollte wirklich mal weiter verfolgt werden...

  3. Kai Kai sagt:
    Hm, vielleicht werde ich am Wochenende mal darüber was schreiben. Das Einzige, wo ich es nicht sonderlich kritisch sehe, sind Blogs. Da meist privater Natur. Aus Spaß an der Freud oder anderen Beweggründen. Da hängt es ja eher vom Text und Wortwahl ab, ob ich den Leser zum Kommentar bewege. however...

    Wenn ich in den Tweets aber lese, dass ich im Fallbeispiel auf der SMX einer Reiseseite auf einem Button "Reise buchen" mit über 10% gegen "auswählen" verloren hat... würde ich behaupten "Wir stecken in den Kinderschuhen". Aber auf der anderen Seite muss man sagen, wer von den "Kleinen" hat die Möglichkeit oder die Ressourcen sich derart aufzustellen?

    (Eigentlich eine durchaus interessante Nische)

  4. Alexander Kahl sagt:
    Meinst Du, der private Blogger hat schlichtweg kein Interesse daran, seine Leser in Stammleser, RSS-Abonnenten, Kommentier oder Werbeklicker zu konvertieren? Oder ist da einfach das Verständnis noch nciht angekommen?

    im Privaten ist es sicherlich nicht sooo notwendig darüber nachzudenken, da gebe ich Dir recht.

    Und auch, was die "kleinen" angeht: Die müssen da über kurz oder lang auch was machen. Und können vom KnowHow der Großen zum einen profitieren aber es auch zum anderen verifizieren und weiter entwickeln.

    Wenn die Großen Unternehmen, Ihr erlangtes (und teuer an Mitarbeiter oder BErater bezahltes) KnowHow weiter geben würden an die kleinen Unternehmen können langfristig alle davon profitieren:

    Die kleinen müssen das Rad nicht immer wieder neu erfinden, sondern können sich auf das bereits erarbeitete verlassen und möglicherweise selber in Nischen forschen, die für die Großen zunächst mal uninteressant sind. Daraus entsteht dann mit der Zeit wieder anwendbares Wissen, dass auch den Großen Unternehmen wieder zu Gute kommt.

    Long Tail of Information eben. Hilfst Du mir, helf ich Dir. Eine virtuelle Hand wäscht den anderen Kopf. Du weisst was ich meine ;)

  5. Kai Kai sagt:
    Jaein, wenn Interesse, dann vielleicht beiläufig. Ich meinte eher die Notwendigkeit. Immerhin betreibt man damit auch keine CRM. Ich blogge ja auch nur aus der Spaß an der Freud. (großes Mitteilungsbedürfnis ;D)

    Ja, das Problem bei den Kleinen hängt aber m.E. in den Köpfen fest. Dort muss der Wurm dem Chef schmecken und nicht dem Fisch. Dass das totaler Kokuloris ist, da sind wir uns sicher einig.

    Ich gebe dir ja zweifelsfrei Recht, aber ich kenne kein Unternehmen außer Synaxon, welches für seinen Informationsfluss "berühmt" geworden ist. Darüberhinaus und vorallem auch im eCommerce wird ja auch gern aus der SEO-Ecke mit Traffic gerufen. Sicherlich habe ich bei mehr Traffic, mehr Umsatz aber auch höhere Kosten. Milchmädchenrechnung. (Stichwort: Cost per Order)
    "Du weisst was ich meine ;)"

  6. Kai Kai sagt:
    PS: Der Blog steht noch auf Winterzeit ^.^

  7.  Effi Ottmueller sagt:
    Hallo,
    die Conversion Rate und die Bouncebacks sind meiner Meinung nach auch sehr aufschlussreiche Statistikdaten, die sich jeder Shopbetreiber unbedingt gut anschauen sollte.
    Natürlich hängen diese statistischen Ergebnisse sehr stark von sehr vielen Faktoren im Shopaufbau, den Angeboten aber auch seiner Reputation und seines Bekanntheitsgrades ab. Es wird sicher auch immer Faktoren geben, die man nicht durch Klickwege oder den oben genannten Faktoren erklären kann, aber wenn man das Konzept seines Shops gut durchdenkt und versucht die wichtigesten Faktoren zu berücksichtigen, sollte es doch wuppen. Jedenfalls danke für die vielen Links und Tipps!

    Was die persönlichen Blogs und die Verbreitung der Infos angeht, kann ich Kai auch zustimmen: das Mitteilungsbedürfnis in Blogs ist zwar da, aber dennoch ist es für viele kein "Run" auf die meisten Rss-Feeds sondern es reicht manchmal schon die Genugtuung, sein Ding und seine Gedanken gepostet zu haben. In etwa so wie ein Reisetagebuch: nicht geheim aber es muss auch nicht jeder gelesen haben.
    Ich betreibe einen Blog für ein Sportteam und interessiere mich als "Autorin" natürlich schon dafür, ob meine Leute die Infos auch finden bzw. an Umfragen etc teilnehmen. Auch neue potenzielle Teammitglieder sollen sich zurechtfinden. Mir macht es daher auch privat Spaß meine Click-Through-Rate zu steigern und meine Blog abboniert zu sehen.
    @Kai, dein Blog ist jedenfalls jetzt von mir abboniert. Viele Grüße

  8. Kai Kai sagt:
    Servus Effi,

    ich denke in einem Blog an Informationen zu kommen bewegt sich im Bereich des Möglichen.
    Keine Frage ist es schön, wenn die CTR steigt - aber ich denke, im Blog / privat schreibt man eher des Schreibens wegen und nicht wegen Statistiken. Zumindest ist das bei mir so. Natürlich freue ich mich ebenfalls daran, wenn meine Leserzahlen von Woche zu Woche ansteigen.

    Danke, ich hoffe, ich werde demnächst die Taktfrequenz ein wenig erhöhen können :-)

  9. Heike Kuge Heike sagt:
    Das Messen der Conversion Rate(s) setzt voraus, dass man sich klare Gedanken macht, welches Ziel man mit einer Webseite verfolgt. Das kann manchmal schwieriger sein als das Messen an sich :-)

    Spätestens wenn es darum geht, sich auf ein bis drei Hauptziele festzulegen, kann es schwer werden. Bei Online-Shops ist das in der Regel klar, bei Communities oder weniger interaktiven Webseiten bedarf das oft einiger Überlegungen.
    Ist das Hauptziel gefunden, muss die Messung stattfinden. Hier stehen uns im Internet zum Glück einige Möglichkeiten zur Verfügung, die andere Medien nicht bieten können. Je nach Ziel sollten sich keine unüberwindbaren Probleme ergeben.

    Einen positiven Nebeneffekt hat diese Herangehensweise: Ist man sich erst mal darüber im Klaren, was das Hauptziel einer Webseite ist, kann das auch bei der Gestaltung berücksichtigt werden.

  10. Stefan Bornemann Stefan Bornemann sagt:
    Hier noch einige Ergänzungslinks zum Thema "Konversionsrate"

    http://www.konversionskraft.de/theorie/checkliste-konversionsrate-steigern.html

    http://www.konversionskraft.de/theorie/conversion-rate-optimization-process-%E2%80%93-in-5-schritten-zum-erfolg.html

    http://www.konversionskraft.de/checklisten/checkliste-conversion-optimierung-die-sieben-ebenen-der-konversion-2.html

    http://www.konversionskraft.de/theorie/online-markenwahrnehmung-erkenntnisse-aus-der-psychoanalyse.html#respond

    Alexander, nimm doch bitte mal Verbindung mit der WebArt AG auf und frage nach ob wir mit denen mal ein Gespräch führen können.


    Gruß
    Stefan

  11. Janina Janina sagt:
    Ich sehe das wie Kai. Nicht nur für Online-Shops ist die Conversion Rate geeignet, sondern auch für andere Webseiten, die ihre Nutzer zu einer bestimmten Aktion führen wollen. Denn im weitesten Sinne ist die CR eine Messzahl dafür, wie viele Besucher z. b. einer Community, eines Blog etc. eine gewünschte Aktion ausführen.
    Damit die CR jedoch aussagekräftig ist und aus den Erkenntnissen Maßnahmen abgeleitet werden können, sollte man als Betreiber das Ziel kennen, wie Heike oben schon aufgeführt hat. Und hier sehe auch ich eine große Herausforderung. Die Defintion eines Ziels ist erfahrungsweise nicht die einfachste Aufgabe.
    Die andere sehe ich in der Ableitung der Maßnahmen. Selbst wenn man seine CR kennt, wie verbessere ich sie dann genau? Welche konkreten Veränderungen nehme ich vor im Hinblick auf Usability, Design etc. ? Dies stellt für mich noch eine größere Herausforderung dar als das Messen der CR selbst.

    Die Anwendung der CR im privaten Bereich sehe ich auch weniger. Aber wenn es einen selbst interessiert, kann sie sicherlich wie im Falle von Effi auch hier hilfreich sein und aufschlussreiche Informationen liefern.

  12. Janina Janina sagt:
    Hier noch der Link zum Ecommerce Checkout Report (2007): http://www.getelastic.com/ecommerce-checkout-report/

  13. Alexander Kahl sagt:
    Mein lieber Herr Gesangverein, wart Ihr fleissig am Wochenende ;) Ich seh schon - wir entwickeln uns hier noch zum heimlichen Kompetenzzentrum Conversion Rate :)

    Freut mich!

    Ich überlege gerade, wie man sich mal intensiver austauschen kann zu dem Thema. Gerade etwas möglicherweise ausgeafllenere CR-Ziele und Metriken würden mich ja stark interessieren.

    Was haltet Ihr davon ma einen Blog-Carnival zu dem thema zu veranstalten?

  14. Kai Kai sagt:
    Servus in die Runde,

    liebe Janina, genau bei der Knackfrage trennt sich die Spreu doch vom Weizen. Und die Beobachtung der CR und dessen Steigerung sieht man ja eher langfristig. Ich würde vorallem bei eigenen Projekten einfach rumprobieren. Da kenne ich die Zielgruppe und habe ein Gespür für "was geht und was geht nicht".
    Was man bzgl. der Usability "ändert" und was nicht, hängt ja vom konkreten Beispiel ab. Da ist ja nun von perfekt bis mittelschwere Katastrophe alles vorhanden. Generell sollte alles raus, was den User verwirrt in welcher Art auch immer. "Don't make me think" (übrigens ziemlich gute Lektüre)
    Ich gebe dir aber vollkommen Recht, dass der Lösungsansatz wesentlich schwerer ist als das Messen selbst. Das Messen selbst geht ja nun relativ leicht von der Hand.

    @A.Kahl:
    Ich melde mal Interesse an und sage "bin dabei" - Blog-Parade geht eigentlich immer, ich befürchte allerdings, dass so viele zu dem Thema nichts zu sagen haben, da es in der Breite nicht vertreten ist. Zumindest behaupte ich das einfach mal in meinem jugendlichen Leichtsinn ;)
    Probieren geht über studieren.

  15.  John Moonjappilly sagt:
    In Bezug auf das Thema Steigerung der Conversion Rate, gibt es eine wachsende Zahl von Online-Unternehmen, die Social Networking als Instrument zur Förderung des Gesamtumsatzes genutzt haben. Bodybuilding.com ist einer der Einzelhändler, der über neue Mitgliedschaften in seiner BodySpace Online-Community insgesamt eine Gesamtumsatzsteigerung erreichen konnte.

    Der Geschäftsführer von Bodybuilding.com erklärt, sein Unternehmen fokussiere sich nicht nur auf den höchsten Umsatz, sondern es konzentriere sich in erster Linie auf die Beratung seiner Mitglieder (und Besucher) und helfe ihnen so, ihre sportlichen Ziele zu erreichen. Mit anderen Worten, die Methode ist, seinen Mitgliedern die Antworten zu geben, die sie suchen und damit eine emotionale Bindung der Nutzer zum Unternehmen über die Community aufzubauen. Laut Geschäftsführer hat die Community also eine aktive Rolle bei der Erhöhung der Mitgliederzahlen und der Einnahmen gespielt.

    Mehr dazu könnt Ihr hier lesen zu:
    http://www.getelastic.com/bodyspace-social-networking

  16. Eine sehr gute und wertvolle Zusammenstellung wichtiger Punkte für einen erfolgreichen Online-Shop. Meiner Meinung nach sind, natürlich neben den Produkten im allgemeinen, das Layout und die Übersichtlichkeit elementar wichtige Punkte. Denn nur wenn ein User schnell dahin gelangt, wo er hin möchte, bleibt sein Interesse bestehen. D.h die Navigation muss einfach und schlüssig sein. Zudem ist sicher eine gute Kundenansprache föderlich. So kann man Kunden, die sich ein Produkt ansehen, gleichzeitig andere Produkte zeigem, die ebenfalls zu dem angesehenen Produkt passen. Einfaches Cross-selling, wodurch zum einen Spontankäufe gefördert werden und zum anderen dem Kunden deutlich wird, dass er wahrgenommen wird.

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