Nach langer Zeit (zumindest empfinde ich das so) geht es bei uns mal wieder um die Urlaubsplanung für eine Fernreise.
Neben den klassischen Fragen “wann”, “wohin”, “wie lange” und “wieviel darf das kosten” drängen sich aber auch weitere essentielle Fragen auf: Wie soll die technische Ausrüstung für den Urlaub aussehen?
Die letzten Urlaube haben wir immer mit vielen Bildern und auch Texten dokumentiert. Ein wenig Unterhaltung und Kommunikation möchte man im Urlaub auch haben. Alleine daraus ergeben sich mehrere Geräte, die einen auf der Reise begleiten können.
Digitalkamera
Anspruchsvolle (Hobby-)Fotografen setzen hier auf eine digitale Spiegelreflexkamera. Wer etwas weniger ausgeben möchte, ist mit einer sogenannten Prosumer-Kamera ebenfalls gut bedient. Mit diesen Geräten lassen sich Bilder machen, die einen später immer wieder zurück in den Urlaub versetzen können und die man sich auch mal großformatig an die Wand hängen kann.
Möchte man sich z.B. in den Trubel eines Marktes in einer asiatischen Stadt begeben, würde ich dennoch eine kompakte Digitalkamera empfehlen. Diese ist schnell in der Hosentasche verschwunden und unauffällig.
Zubehör gibt es vieles, je nach Ansprüchen bieten sich neben einer guten Tasche ein kleines oder größeres Stativ an, Unterwassergehäuse, externe Blitzgeräte und vieles mehr an.
Camcorder
Die meisten Digitalkameras haben heute bereits eine vernünftige Videofunktion, mit der man zwischendurch auch mal ein kleines Filmchen drehen kann. Wer den gesamten Urlaub auf Video dokumentieren möchte, sollte sich aber dennoch überlegen, einen Camcorder dafür zu verwenden.
Image Tank
Speicherkarten sind in den letzten Jahren immer günstiger geworden – man kann also einfach genug davon mitnehmen und hat ausreichend Platz für die Bilder. Möchte man sich dennoch nicht nur auf die Funktionsfähigkeit einer Speicherkarte verlassen, gibt es die Möglichkeit, einen sogenannten Image Tank mitzunehmen. Hierbei handelt es sich im Prinzip um eine externe Festplatte, auf die direkt von der Kamera bzw. von der Speicherkarte die Bilder übertragen werden können.
Den gleichen Effekt kann man zum Beispiel mit einem iPod plus Zubehör erzielen, auch ein Notebook oder Netbook kann den Zweck erfüllen.
Notebook / Netbook
Möchte man neben den Bildern auch noch ein paar Erlebnisse in Textform festhalten, kann man neben dem klassischen Notizzettel auch zu einem Notebook greifen. Schreibt man – so wie ich – besser und schneller mit der Tastatur als von Hand, kann das bei einer solchen Dokumentation helfen, den inneren Schweinehund zu überwinden.
Heute ist mit den Netbooks eine Größe bzw. ein Gewicht erreicht, das ein Netbook zu einem idealen Reisebegleiter macht. Man sollte jedoch darauf achten, dass das Display auch bei Sonnenschein gut lesbar ist und die Akkulaufzeit möglichst lang ist.
Neben dem Schreiben der Urlaubsberichte bringt ein Netbook auch andere Vorteile mit sich: Man kann es zur Sicherung der Urlaubsfotos verwenden und nicht zuletzt auch im Urlaub seiner Internetsucht nachgehen, sofern entsprechende Access Points zur Verfügung stehen. Auch ein Handy kann so teilweise ersetzt werden.
Handy
Persönlich bin ich ja ganz froh, im Urlaub das Handy mal ausgeschaltet oder direkt zu Hause lassen zu können. Das muss aber nicht auf jeden zutreffen, manchmal muss man auch einfach erreichbar bleiben. Hier gilt es im Voraus herauszufinden, welche Netze im Urlaubsland verwendet werden und wie die Abdeckung ist. Unterstützt das eigene Handy die Frequenzen im Urlaubsland nicht, kann man es auch zuhause lassen.
Ist bereits absehbar, dass mehrere Anrufe kommen, sollte man sich auch über günstige Roaming-Tarife bei seinem Anbieter oder über Prepaid-Angebote im Urlaubsland informieren.
MP3-Player
Ein Klassiker unter den Reisebegleitern ist sicherlich der MP3-Player. Entspannt am Pool liegen oder längere Fahrten / Flüge können so unterhaltsamer sein. Hauptsache er ist groß genug für die Musiksammlung!
Stromversorgung
Einen Nachteil haben alle diese elektronischen Reisebegleiter: In der Regel benötigen sie eine Stromversorgung zum Aufladen der Akkus. Kommt man in Hotels unter, benötigt man nur noch den passenden Adapter.
Aber auch für Abenteuerurlauber gibt es eine Lösung: Solar-Ladegeräte können je nach Leistung (und damit auch Preis) eine Überbrückung oder eine vollwertige Energiequelle sein. Wenn das nicht Green IT ist!
Ich persönlich werde mich wohl auf Digitalkamera (evtl. groß und klein) und Netbook beschränken; Handy nur wenn es sein muss.
Und welche technischen Spielereien schleppt ihr so mit in den Urlaub?



