Irgendwie anders – das iPad

Durch einen glücklichen Zufall habe ich seit Ende letzter Woche die Möglichkeit, eines der neuen iPads von Apple auszuprobieren. Hierbei handelt es sich um ein WLAN-Gerät, also ohne UMTS-Funktion. Alleine die Information, dass wir ein derartiges Gerät vor Ort in der Unternehmenszentrale haben, hat schon einen Run auf das Community-Team ausgelöst. Zahlreiche Mitarbeiter haben sich bereits freiwillig als Tester gemeldet. Hier müssen wir uns nunmehr Gedanken machen, wie wir diesen Testeifer steuern und begleiten können.

Nachdem ich dann nach Hause kam, steigerte sich auch dort das Interesse unmittelbar. Trotz Umzugsvorbereitungen bei meinem Nachbarn, der als IT-Consultant bei accenture beschäftigt ist, erregte das iPad auch dort sofortiges Interesse, und die vor Ort befindlichen Informatiker stellten zunächst die Umzugstätigkeiten ein und wollten sich das Gerät anschauen. Der erste Eindruck war: Tolle Verpackung, super Layout und hervorragende Haptik.

Das iPad stellt wirklich eine völlig neue Geräteklasse zwischen Notebook und Smartphone dar. Meine Kinder, die seit vergangenem Weihnachten iPod-Touch-User sind, hatten keine Schwierigkeiten damit, das Gerät unverzüglich zum Einsatz zu bringen. Sofort wurde sich mit den Freunden via Schüler-VZ verbunden und eifrig drauflos kommuniziert. Und das ganze unabhängig vom Ort. Soll heißen: Sowohl am Schreibtisch als auch im Sessel parallel zum TV. Dabei fiel allen auf, das trotz spiegelndem Display das Gerät über einen super Betrachtungswinkel mit brillianten Farben verfügt. Gleiches gilt für die sehr angenehme Online-Tastatur. Hier war ich vorher besonders skeptisch.

Zudem haben wir uns dann gemeinsam unterschiedliche Internetseiten erschlossen. Egal ob Online-Zeitungen, Bücher oder gar Filme und Videocasts  mit diesem Gerät lassen sich diese Medien wirklich neu erfahren, gem. dem von Steve Jobs ausgegebenen Motto: “Browse the whole webpage!” Auch dass das Gerät noch nicht nicht zu Multitasking fähig ist, stört nicht. Im Gegenteil. Es ermöglicht dem User, sich auf die jeweilige Anwendung und die dort befindlichen Inhalte zu konzentrieren.

Demgegenüber sind deutliche Einbußen dort zu verzeichnen, wo Flash-Compiler, z.B. von adobe, zum Einsatz kommen. Aber diesen Wermutstropfen muss und kann man gegenwärtig getrost hinnehmen. Gleiches gilt für fehlende USB-Anschlüsse und etwaigen Speichernachrüstungen. Denn dieses Gerät soll ja nicht zum Ersatz von Notebook und/oder Smartphone werden, sondern die Lücke zwischen beiden Geräteklassen schließen. Das ist Apple nach meinem ersten Eindruck in beeindruckender Weise gelungen.

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Ein Kommentar zu “Irgendwie anders – das iPad”

  1. Benjamin Benjamin sagt:
    Ich finde du hast vollkommen Recht, und was ich, bevor ich das iPad ausführlich getestet habe, sagen muss: die Tastatur auf dem Touchscreen funktioniert einwandfrei. Neben den anderen Themen, die um das iPad diskutiert werden, ist das für mich ebenfalls ausschlaggebend gewesen: kann man auf dem iPad wirklich angenehm schreiben? Und man kann! Legt man sich das iPad auf den Schoß und schreibt einfach so drauf los, wie man es auf einer Notebook-Tastatur machen würde, lassen sich auch lange Texte unumständlich eingeben. Das hätte ich niemals gedacht. Von allen Geräte, die über einen Touchscreen verfügen kennt man immer das Problem, nicht so richtig schreiben zu können. Und ich finde, dass das iPad damit wirklich interessant wird. Denn dann hat man endgültig ein tragbares Gerät bei sich, was in der Jackentasche verschwindet und mit dem man trotz alledem wirklich schreiben kann.
    Es gilt einfach eine gewisse Hemmschwelle zu überwinden, keine richtigen Tasten zum Schreiben vor sich zu haben. Aber wer mit dem 10-Finger-System tippt, sollte einfach versuchen so zu tippen wie auf anderen Tastaturen auch, und wir feststellen, dass erstaunlich wenige Fehler entstehen. Und die kann man schnell noch beheben.
    Trotzdem: so richtig durchtesten muss ich es eigentlich auch noch.... ;-)

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