Weil der Hype darum so groß ist, tue nun auch ich meine Meinung zum IPad kund:
Als ich vor einer Weile völlig unbedarft ins Büro kam, lag so etwas wie Ausnahmezustand in der Luft. „Hier, zum Testen!“, hieß es nur. Vor mir lag ein weißer Karton mit einem angebissenen Apfel drauf. Und innen drin: das IPad. Auch ich gehörte also zu denen, die mal durften. Den weißen Karton aufgemacht, lachte mich der schmale Schminkspiegel auch gleich an.Was kurz darauf passierte, war ein Anblick für die Götter. Erwachsene Menschen bekamen leuchtende Kinderaugen, der Kollege von gegenüber, ein bekennender Appleianer, war ganz aufgeregt. Man hatte ein bisschen das Gefühl, ein prominenter Staatsmann sei zu Gast. Ich glaube jedoch, der hätte weniger Aufmerksamkeit bekommen.
Jetzt wollte ich es aber auch wissen. Was steckt bloß dahinter? Wer glaubt, jetzt kommt etwas nach dem Motto „Ausgepackt, eingeschaltet, losgelegt!“, der irrt. Ohne ITunes geht erstmal gar nichts. Und da ich nicht zu denen gehöre, die den Apfel ihren Alltagsbegleiter nennen, hatte ich es nicht auf meinem Rechner (Asche auf mein Haupt!). Also fix ITunes installiert und siehe da: das IPad springt auf Kopfdruck und ohne zu murren an.
Das Menü gleicht dem des IPhone nahezu im Verhältnis 1:1. Die Sache mit dem Touchscreen hat die Clique um Steve Jobs wirklich drauf. Alles lässt sich ganz intuitiv hin und her verschieben. Was mich aber am allermeisten beeindruckt hat, war die virtuelle Tastatur. Bis auf den fehlenden Tastenanschlag gleicht sie in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit beinahe einem richtigen Keyboard. Allerdings spiegelt das Display sehr stark. Zu Stefan Effenbergs „Freunden der Sonne“ gehört das große IPhone also nicht.
Da das Gerät in der WLAN-Version vorlag, habe ich mich gleich mal eingeklinkt, um die vorhandene Youtube-Verlinkung auszuprobieren. Ergebnis: Das IPad schafft HD-Videos in 720p. Nicht schlecht.
Fazit: Apples neuester Hype-Verursacher kann in puncto Optik und Leistung wirklich überzeugen. Es ist, wie von Apple gewohnt, äußerst stabil verarbeitet. Was mir jedoch fehlt sind zumindest ein einziger USB-Anschluss und eine Webcam. Während des Tests habe ich mich zudem die ganze Zeit gefragt, wo man mit dem Gerät hingehen soll. In die U-Bahn setzen wäre mir damit, zumindest im Moment, noch zu gefährlich. Und was ist, wenn ich draußen sitze und mir der relativ schwere Apfel runterfällt? Er würde wahrscheinlich in tausend Teile zerfallen. Hätte man das IPad nicht mit einer Handschlaufe à la Nintendo-Wii versehen können? Wäre natürlich nicht ganz so hübsch.
Trotz dieser kleineren Kritikpunkte wird der künftige Zeitungsersatz mit dem Namen einer Damenbinde unter Garantie seine Käufer finden. Und das nicht zu Unrecht.








3 Kommentare zu “Angeknabbertes Obst lässt erwachsene Menschen aussehen wie Kinder vor´m Weihnachtsbaum…”