Endlich kam ich mal dazu, ein Notebook auf Gaming-Tauglichkeit zu testen. So stand auf einmal das Samsung R580 vor mir. Der Beiname „Harris“ gefiel mir schon mal, denn ich habe bisher all meinen Notebooks Namen gegeben… dann lässt es sich besser fluchen. So bekam auch mein “Sacred 2″ freilauf, welches seit 1 1/2 Jahren im Schrank stand. Meine Möhre schafft das Spiel nämlich ab Lv 15 nicht mehr.
Bei äußerer Betrachtung tat ich das auch, denn 3 USB Ports sind definitiv zu wenig. Ich muss schließlich meine externe Festplatte, die USB Maus, die iPod-Ladestation und mindestens 2 Datenkabel für Handy und Kamera unterbringen. Der Hub stand also schon auf der Einkaufsliste. Ansonsten finde ich als Frau das Design endlich mal ansprechend. Das ist bei uns wie mit den Autos: Marke egal, aber blau/rot/grün muss es sein. Aber Scherz beiseite. Das Bordeaux mit den feinen Linien in Zusammenspiel mit dem glänzenden Gehäuse ist ziemlich raffiniert, denn Fingerabdrücke und andere „kleinere“ Schmierereien sind nur bei ungünstigem Lichteinfall zu sehen. Aber genug zur Farbe.
Die Steckplätze sind an den Seiten angelegt, was sich als günstig für einige Laptopständer einschätze. Manche von denen haben den Rand vorn, da würde Zubehör wie Kopfhörer o.ä. stören. Doch so hat man freie Bahn für die Hände. Leider vorerst ziemlich unnütz. Denn der erste Start dauerte ca. 40min, mit ein oder zwei Klicks zwischendurch. Ich freute mich schon auf die Spielinstallation. Innerhalb der insgesamt 2 ½ Stunden Einrichten und Installation von Sacred 2 konnte ich also das Gerät genauer unter die Lupe nehmen. Positiv fiel mir das TouchPad auf, welches nur durch eine mattierte Fläche zu erkennen ist. Ich persönlich find es nicht schön, wenn man da irgendwelche Rillen oder gar andersfarbige Regionen sieht. Während der Installation wunderte ich mich über die Stille. Kein Ton war zu hören, weder vom Lüfter, noch vom Laufwerk. Ich sprang fast vor Schreck vom Stuhl als mir das Startmenü in ungewohnter Schärfe und Farbenvielfalt entgegensprang. Neben der Installation konnte ich noch Updates Installieren und surfen – ohne stottern, ohne lange Wartezeiten.
Dann war es soweit: Spielstart. Das Video hätte auch im Kino laufen können. Mir ist nie aufgefallen, dass der alte Mann so viele Falten hat. Um meine Kollegen nicht zu stören, benutzte ich zuerst Kopfhörer. Ich muss dazu sagen: ich habe das Spiel schon einmal getestet… aber mit 1,8 GHz, statt der Mindestanforderung von 2,4 GHz. Vielleicht kann man jetzt mein Staunen besser verstehen. Um die Technik aus zu nutzen, setzte ich zuallererst die Grafik auf „sehr hoch“ und wurde nicht enttäuscht. Nach den ersten Landstreichern sah ich die Leichen sogar noch zucken. Ich wollte im Internet etwas nachlesen, so konnte ich auch gleich das alte Problem testen, den ich von meiner alten Möhre kenne… einmal Windows-Taste gedrückt und beim Wiederherstellen stürzte zuverlässig das Spiel ab. Hier jedoch… kein Problem.
Verzweifelt suchte ich im Internet nach einem unskilled Charakter, der auch unter Windows 7 funktioniert. Doch ich fand keinen und so startete ich einen neuen Versuch mit der Dryade. Das schien ein guter Plan, denn schnell stieß ich auf eine Horde von geschätzten 25 Gegnern, bestehend aus Erdgeistern, Ratten, Skeletten und Kobolden. Das Durcheinander kann man sich vorstellen, do
ch spiele technisch lief alles weiterhin einwandfrei. Selbst die Kampfgeräusche, Sprüche der Gegner und die der Dryade waren immer noch klar und deutlich. Genauso lief es in den Städten, wo man sonst auf Grund der vielen NPC’s und Details wie herumstreunenden Katzen sonst kaum durchgängig rennen kann. Nebenbei bemerkte ich, dass die Tastatur sehr angenehm war und ich nicht wie sonst nach ein paar Minuten Knoten in den Fingern hatte oder die Gelenke schmerzen. Und das trotz Künstlerhandgelenken. Nach Sprüchen der Kobolde, wie „Baumschmuser“, „Depperter Depp“ und „Ach, sieh mal einer an. Die Frau mit dem grünen Daumen.“ musste ich mich leider wieder anderen Dingen widmen.
Ich würde mich für das Samsung ‚Harris‘ entscheiden, wenn man Freude an neueren Spielen haben will. Doch für die Cracks ist ein High-End Gaming PC wohl doch immer noch die bessere Wahl.


