von am 18. Juni 2010

3 Kommentare | Hardware, Produkte, Testberichte

Mini-PC Acer Aspire X3900 unter der Lupe

Als Praktikant bei der SYNAXON AG kam ich erstmals mit dem Acer Aspire X3900 in Berührung. Da ich sonst mit „Mini-PCs“   eher langweilige und leistungsschwache   „Büro-Rechner“ in Verbindung gebracht habe, war ich über die starke Rechenpower des kleinen „Kraftprotzes“ umso erstaunter. Meinen ausführlichen Test findet ihr hier:

1. Mein erster Eindruck

Nach dem Auspacken war ich zunächst erstaunt über die winzigen Maße des „Mini-PCs“, da ich bisher auch noch nie ein solches Gerät getestet habe. Das es nicht groß sein kann, sagt ja schon die Bezeichnung „Mini-PC“, aber dass er dann so klein war…;-)

Der Acer Aspire X3900 macht einen modernen und stylischen Eindruck mit der blauen LED-Beleuchtung des Power-Buttons und passt aufgrund der kleinen Ausmaße auf bzw. unter jeden Schreibtisch. Mit dabei waren zudem eine USB-Tastatur und eine optische USB-Maus.

Beide Teile mussten nur in einen freien USB-Port gesteckt werden und alles lief auf Anhieb „Plug and Play“. Die Tastatur und Maus passen ebenfalls sehr gut zum modernen Design, wobei die Tastatur auch ein sehr gutes Schreibgefühl vermittelt und einen wertigen Eindruck macht – ähnlich einer Notebooktastatur. Die Maus hingegen wirkt billig und ist deutlich zu leicht für meinen Geschmack. Es wäre angenehmer, wenn diese etwas schwerer und robuster wäre. So hat man ja schon fast Angst, mal etwas fester zuzupacken, ohne sie zu beschädigen. ;-)

Foto: Gesamtsystem mit Tastatur und Maus

2. Ausstattung


Neben einer umfangreichen Softwareausstattung mit Windows7 Home Premium als 64-bit Version, dem Büropaket Microsoft Works 9, dem Brennprogramm Nero 9 Express Essentials und einer Trial-Version vom Mcafee Security Center, bietet das Acer X3900 auch eine sehr gute Ausstattung von den Schnittstellen her. So findet man hier neun USB-Buchsen, zwei PS/2-Ports, Firewire, eSATA, einen Kartenleser für alle aktuell gängigen Formate sowie die üblichen analogen Audio-Buchsen und einen optischen digitalen 5.1-Ausgang, was für einen Mini-PC schon eher ungewöhnlich ist. Was ich allerdings als sehr nachteilig vom Hersteller Acer aus empfinde, ist die fehlende Recovery-DVD. Hier werden lediglich DVDs beigelegt, die der Kunde verwenden soll, um sich selbst eine Recovery-DVD zu erstellen. Gerade für nicht so sehr versierte PC-Nutzer ist das meiner Meinung schon fast eine Zumutung, aber auch generell ist das für den Kunden eine sehr „unkomfortable“ Lösung.

Darüber hinaus bietet der „Winzling“ mit dem Corei5 650 eine sehr starke Zweikern-CPU und mit der NVIDIA-GT320-Grafikkarte sowohl einen digitalen HDMI- als auch einen DVI-Ausgang, so dass man den PC auch gut per HDMI-Kabel an aktuelle LCD-TVs anschließen kann. Die Festplatte ist eine leistungsstarke Western Digital Caviar Blue mit 7200 Umdrehungen pro Minute und 500 GB Kapazität. Diese erreicht eine flotte Datendurchsatzrate von durchschnittlich 100MB/s bei einer Zugriffszeit von ca. 15ms, was gute Werte darstellen (siehe auch Grafik). Zudem verfügt das Gerät über einen Multiformat-DVD-Brenner und 4GB DDR3 Arbeitsspeicher, die dank der 64-bit-Version von Windows7 auch voll ausgenutzt werden können.

Foto: Anschlüsse Front und Rückseite

3. Einsatzzweck

Mit der starken CPU, welche mit 3,20 Ghz standardmäßig getaktet ist, der schnellen Festplatte und dem recht hohen Speicherausbau mit 4GB DDR3, der durch die 64-bit-Version von Windows 7 auch voll ausgeschöpft werden kann, verfügt der kleine PC über eine gute Rechenleistung nicht nur für Office-Programme, sondern auch für Musik-, Video- und Bildbearbeitung.

Die Grafikkarte ist für das Decodieren von HDTV-Material auch bestens geeignet und mit dem optischen Digitalausgang eignet sich der PC auch gut als „Home-Theater“ zum Abspielen von DVDs oder HDTV-Material. Leider verfügt der Mini-PC nicht über ein Blu-Ray-Laufwerk. Ansonsten wäre er perfekt auch als „Blu-Ray-Abspieler“ geeignet. Gut getan hätte dem kleinen „Kraftprotz“ sicherlich auch noch eine integrierte WLAN-Karte, da der Rechner durch die geringe Größe auch sehr mobil ist und problemlos mal von einem Platz zum anderen transportiert werden kann. Diese lässt sich aber auch sehr leicht und günstig durch einen WLAN-USB-Stick wie beispielsweise den Fritz WLAN-USB-Stick von AVM nachrüsten.

Die Leistung der Grafikkarte ist für einen Mini-PC sehr ordentlich. Für richtige Gamer reicht die Leistung jedoch bei Weitem nicht aus, um damit die aktuellsten Spiele in hohen Auflösungen spielen zu können. Für den Gelegenheitsspieler, der etwas ältere Spiele nicht in den höchsten Auflösungen gelegentlich spielen möchte, ist die Leistung der Grafikkarte aber in den meisten Fällen völlig ausreichend.

Sehr positiv am Acer X3900 fand ich auch die sehr geringe Geräuschentwicklung, gerade wenn man im Büro den ganzen Tag vorm PC sitzt. Der PC ist sowohl unter ruhendem Desktop im Idle als auch unter Volllast von CPU und Grafikkarte praktisch kaum wahrnehmbar. Lediglich ein ganz leises Surren ist bei sehr ruhiger Umgebung wahrnehmbar.

Der Stromverbrauch ist mit ca. 60 Watt unter Windows und mit rund 90 Watt unter Volllast zudem recht gering.

4. Fazit


Der Acer Aspire X3900 überzeugt durch hohe Rechenleistung bei sehr kleinen Ausmaßen. Zudem ist er schick, besitzt ein modernes Design und ist auch unter Last kaum hörbar.

Er eignet sich aufgrund der guten Rechenleistung nicht nur für Office-Anwender, sondern auch z. B. zur hobbymäßigen Bild-, Video- oder Soundbearbeitung.

Für echte Gamer, welche die aktuellsten Spiele in hohen Auflösungen spielen möchten, ist er natürlich nicht geeignet, jedoch für den Gelegenheitsspieler, der hin und wieder einmal ein etwas älteres Spiel spielen möchte und nicht unbedingt in der höchsten Einstellung spielen muss, reicht die Leistung voll aus.

Zudem eignet sich der Mini-PC durch die HDMI-Schnittstelle und den optischen Audioausgang auch gut als digitales „Home-Theater“.


PRO:

-       platzsparend/handlich, schickes, modernes Design

-       umfangreiche Schnittstellenausstattung (u. a. HDMI und opt. Tonausgang)

-       hohe Rechenleistung durch starke Komponenten

-       sehr leise: kaum wahrnehmbar und recht geringer Energieverbrauch

CONTRA:

-       kein WLAN

-       nur mittelmäßige Grafikkarte

-       kein Blu-Ray-Laufwerk

-       evtl. der recht hohe Preis von 615,90 Euro gegenüber einem selbst zusammengestellten PC

Alternative: Für diejenigen, welche Ihren PC lieber  selbst zusammenbauen möchten und gerne einmal selbst beim Zusammenbau “Hand anlegen” möchten, können sich für rund 100 Euro weniger ein gleichwertiges System zusammenstellen. Allen Anderen würde ich das fertig konfigurierte System von Acer für 615,90 Euro empfehlen.


 

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3 Kommentare zu “Mini-PC Acer Aspire X3900 unter der Lupe”

  1. Stefan Bornemann Stefan Bornemann sagt:
    Hallo Nils,

    zunächst einmal danke für den ersten Produktest. Dieser ist Dir gut und umfassend gelungen. Bitte präzisiere doch noch Dein letztes "Contra-Argument" im Beitrag.

  2. [...] ggf. sogar ein Laden in der „Echten Welt“ existiert. Bei PC-Spezialist werden kontinuierlich Testberichte veröffentlicht, es gibt in fast jeder größeren Stadt einen Laden wo einem Spezialisten zur Seite [...]

  3. Brina Brina sagt:
    Hallo,

    habe grad den Testbericht zum Acer x3900 gelesen.
    Ich selber nutze dieses Gerät schon,möchte nur gerne mal wissen,ob ich die Grafikkarte austauschen kann?

    Da bin ich nicht wirklich mit zufrieden,aber ansonsten ist es ein super Gerät.

    Grüße,Sabrina K.

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