Sarah Meixner

von am 6. Juli 2010

Keine Kommentare | Aktuelles, Software, Tipps

iloveyou oder 123456: Passwörter leiden unter zu viel Treue und Einfallslosigkeit

Vorsicht Datenklau: Passwörter regelmäßig wechseln und kreativ sein! © Antja Delater / PIXELIO www.pixelio.de

Der eigene Geburtstag, der Name des Partners oder des Haustiers oder einfach nur die simple Zahlenfolge 123456: Beim Thema Passwort fehlt es den meisten Deutschen leider immer noch an Kreativität und einem gesunden Sicherheitsbewusstsein. Klar ist, dass jeder Internetnutzer es sich möglichst einfach machen will und am besten für jeden geschützten Bereich ein- und dasselbe Passwort nutzen möchte. Führt man sich aber vor Augen, welch sensible Daten mit 123456 geschützt werden sollen, so kann es einem schnell Angst und Bange werden: Online-Bankingkonten, E-Mail-Postfächer, Auktionsplattformen, Online-Shops, Handys, Smartphones & Co. Hinzu kommen die Millionen Accounts in den beliebten Web 2.0-Communities wie Facebook, Xing und Konsorten. Dort sind Daten gespeichert, die für viele Cyberkriminelle hochinteressant sind – sei es zum Weiterverkaufen oder für sonstige illegale Aktivitäten.

Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag des Hightech-Branchenverbands Bitkom wechseln 40 Prozent ihre wichtigsten Zugangscodes nie freiwillig, sondern nur auf Anweisung. Von Eigeninitiative weit und breit keine Spur. Nur jeder Sechste (17 Prozent) ändert wenigstens einmal im Quartal die relevantesten Passwörter, wobei Männer und jüngere Nutzer eindeutig die Nase vorn haben beim Thema Passwortsicherheit. Hier gibt es also eindeutig Nachholbedarf: sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld. Beispielsweise kann man die PCs, Notebooks und Netbooks so einstellen, dass Kennwörter regelmäßig geändert werden müssen, andernfalls kann der Nutzer sich erst gar nicht im System anmelden. Grundsätzlich gilt es auch, sich möglichst „tricky“ Passwörter einfallen zu lassen.

Dazu einige Tipps und Hinweise:

  1. Nie nahelegende Wörter aus dem privaten Umfeld nutzen: Denn wenn der eigene Hund mit Name (und am besten noch Bild) bei Facebook prominent sichtbar ist, freut das jedes Hacker-Herz – und Versuch Nr. 1 zum Passwort-Knacken startet unverzüglich…
  2. So viele Sonderzeichen wie möglich verwenden und zwischen Groß- und Kleinschreibung abwechseln. Außerdem mindestens immer sechs, optimalerweise aber mehr als zehn Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen kombinieren. Keine Zeichen verwenden, die auf der Tastatur nebeneinander liegen. Moderne Programme, die es oftmals sogar kostenlos im Internet gibt, hacken diese Passwörter in Sekundenschnelle.
  3. Nie ein Passwort für alles verwenden: Denn ist dieses erst einmal gehackt, ist der Schaden immens.
  4. Wörterbuch und Duden taugen nicht als Ideengeber. Im Jahr 2010 gibt es nämlich spezielle Softwareprogramme, die die Inhalte der Bücher komplett abfragen und dann sicher einen Treffer landen.
  5. Umso mehr aber taugen spezielle Programme, die beim Erstellen eines Passwortes helfen: Zum Beispiel der Passwort Generator (hier kostenlos zum Download).

    Professionelle IT-Security von Symantec. (Quelle: PC Spezialist)

Werden diese fünf Punkte bei der Passwortwahl beachtet, sind Anwender schon auf einer ziemlich sicheren Seite. Und wer dann immer noch nicht genug hat, der macht mit seiner IT-Security und Antiv-Virus-Umgebung gleich weiter: Hier kann man sich allerdings nichts in Eigenregie ausdenken und umsetzen (von begabten Hobby-Programmieren mal abgesehen), sondern muss den Profis vertrauen. Und die heißen unter anderem Kaspersky, Symantec, Panda oder G Data.

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