Tragbare Computer und enorme Wärmeentwicklung gehören beinahe untrennbar zusammen. Der Lüfter rotiert oftmals nach ein paar Monaten so laut wie die Laufräder von drei Dutzend Zwerghamster-Familien bei Einbruch der Dunkelheit. Eine der häufigsten Ursachen dafür ist Staub, der sich im Inneren des Geräts angesammelt hat und die Luftzufuhr verringert. Die meiner Ansicht nach beste Lösung dagegen bietet der Schraubenzieher. Aufschrauben und zwischen den Komponenten vorsichtig mit dem Staubsauger zu Werke gehen. Doch Vorsicht! Das Öffnen der Geräte bedeutet in den allermeisten Fällen Garantieverlust.
Für diejenigen, denen der Griff zum Schraubenzieher zu weit geht, bietet die Firma Thermapak nun eine Neuerung im Bereich der Notebook-Kühlung in Form eines Cooling Pads mit dem Namen Heatshift an. Dieses soll die Temperatur eines Rechners mit Hilfe von sich verflüssigenden Kristallen senken.
Unter den heißgelaufenen Computer gelegt, verwandeln sich die im Pad befindlichen Kristalle in ein Gel, dem der Hersteller eine temperatursenkende Wirkung um bis zu 10 Grad Fahrenheit (Kennt jemand den Umrechnungswert?) bescheinigt.
Vor kurzem hatte ich eins davon zu Testzwecken zu Hause. Da mein Netbook zwischenzeitlich auch drauf und dran war den Hitzetod zu erleiden, waren die Testbedingungen denkbar gut. Testort war mein Bett. Immer, wenn ich den Rechner darauf platzierte, wurde er mangels Luftzufuhr von unten so heiß, dass ich Spiegeleier in Rekordzeit darauf hätte brutzeln können. Also Pad drunter und den Computer ordentlich zum Arbeiten gebracht. Kurze Zeit später verflüssigte sich der kristalline Inhalt dann auch. Und kühl fühlte die Matte sich tatsächlich an. Aber das schien sich nur bedingt auf meinen Tragbaren auszuwirken.
Leider konnte ich mögliche Temperaturunterschiede nicht zahlenmäßig erfassen, der Lüfter ackerte jedoch beinahe genauso wie vorher und wesentlich kühler fühlte sich das Gerät auch nicht an. Vielleicht ist mein Computer ja nur einer von wenigen hoffnungslosen Fällen, aber das anschließende Aufschrauben und Durchpusten hatte einen wesentlich höheren Nährwert…





Da aber bei einen übliches Net, bzw Notebook nur über eine Heatpipe samt zugehörigen Lüfter indirekt die Wärme über die Luft abtransportiert wird das obrige Pad das immerhin zwischen einer Isolierenden Schicht des Gehäuse hängt die sich wiederum nur indirekt erwärmt kaum einen wirklichen nutzen zeigen denn da bringt leider nur die klassische "Zwangsbeatmung" über ein Pad mit eingebauten Lüftern eine größere Wirkung.
Aktuelles Beispiel ein Toshiba L350D - Reparatur 295,- da Hauptplatine defekt.
Deutlich besser macht sich hier bspw. ein Indafa Druckuftspray in Kombination mit einem schmalen Kabelbinder, der zwischen die Lüfterblätter gesteckt wird, damit diese sich nicht drehen. Das ganze dann ohne NT und Akku. Und wenn sich nicht schon ein Flaum zwischen Heatpipe und Lüfter gebildet hat, spart das bei den meisten Geräten auch gleich den Schraubenzieher und gegebenenfallls auch das Mitschleppen von weiteren Kühllösungen.
Außerdem sorgt auch die fehlende Wartung und Pflege des Lüfters für das schnellere Ableben des Selbigen. Und da hilft dann auch kein Kühlpad mehr!
Kosten für das Lüfterwechseln inkl. Teile und Montage liegen im Durchschnitt bei ca. 70,- bis 150,-
Das Prinzip dieser Matte gibt es übrigens auch als Wärmegelpad für verspannte Muskeln, nur dass hier das Pad erst in heißem Wasser "gekocht" werden muss und sich anschließend die Kristalle wieder in ihre feste Form bringen und dabei Wärme abgeben. Also Ideal für die nicht sonderlich ergonomische Haltung beim Arbeiten am Notebook, da ja bekanntlich Tastatur und Monitor getrennt sein müssen.