So wie Stefan das bereits getan hat, testete auch ich zum zweiten das MSI FX600 in der Redaktion. Gegenüber dem CX620 meines Tests, hatte es eine etwas höher konfigurierte Ausstattung und auch ein noch etwas ansprechenderes Design. Das FX600 schickt sich an, anderen Mittelklasse-Notebooks auf dem Markt von Acer oder HP zum Beispiel den Rang abzulaufen, aber ob es das wirklich schafft, wird sich in diesem Bericht noch herausstellen. Als Prozessor gab es hier den Intel iCore i5-450M, der mit zwei Kernen arbeitet und eine ganz besondere Eigenschaft mitbringt: den TurboBoost. Was wie ein Begriff aus dem Tuningbereich der Autos kommt, hat mit Autos gar nichts zu tun, dafür umso mehr mit Tuning. Die TurboBoost Technologie übertaktet nämlich je nach Bedarf den Prozessor und die Grafikleistung. So gesehen bedeutet das: ein etwas geringer ausgelegter Prozessor und eine etwas weniger leistungsstarke Grafikkarte können durch diese Technologie Höhenflüge in der Performance hinlegen. Dabei sind der Prozessor und/oder die Grafikkarte gar nicht leistungsschwach. Im Gegenteil: der i5-450M arbeitet mit Taktraten von 2,4 – 2,66 GHz und die eingebaute Nvidia GeForce GT325M kann sich ebenfalls als Mittelklasse-Grafikkarte sehen lassen.
Sie kann dabei den im Notebook verbauten DDR3 Arbeitsspeicher verwenden und dadurch ebenfalls noch ein Leistungsplus herausholen. Womit wir auch schon bei den 4 GB DDR3 Arbeitsspeicher sind. Die arbeiten nämlich dieses Mal – im Gegensatz zum CX620 – intelligent mit dem 64-Bit Windows 7 zusammen und diese Troika aus i5-450M, GT325M und 4 GB DDR3 bringen das FX600 in eine sehr gute Ausgangsposition. Im Test offenbarte sich dann auch das Leistungswunder dieser Verbindung aus Komponenten. Das Notebook konnte beim Start und Betrieb leistungsintensiver Software wie Bildbearbeitung und Videoschnitt besonders punkten, auch bei gleichzeitig geöffnetem Browser und auf Pause gestellter DVD blieb jedes Arbeiten noch flüssig. Dadurch läuft das Notebook natürlich auf Hochlast und man braucht von der Akkuleistung keine Wunder zu erwarten. Wer das Notebook aber auf diese Weise nutzt, wird eher stationär als mobil arbeiten. Gehen wir nun ein wenig weg von der Performance und hin zum Handling des Notebooks. Es ist rundum sauber und solide verarbeitet und dabei elegant designt. Die angeraute Oberfläche des Touchpads hat mir auf Anhieb gefallen, das Arbeiten damit war wirklich sehr präzise. Über die notwendigen Anschlüsse verfügt das Gerät natürlich auch, dabei ist auch ein e-SATA Anschluss dabei. Wie auch beim CX620 gefallen mir die abgesetzten Tasten der Tastatur sehr sehr gut, wobei ich auf den extra hinzugefügten Ziffernblock verzichtet hätte, das schiebt den Rest der Tastatur ein klein wenig nach links, wenn man so will und man muss sich zuerst ein wenig umgewöhnen und vertippt sich leicht. Das Display scheint dem des CX620 ähnlich zu sein und ist somit eher als durchschnittlich einzustufen. Auch hier erreicht die Auflösung nicht ganz Full HD und ist somit für alle gängigen Anwendungen vollkommen zufriedenstellend und auch DVDs sehen gut aus, für echte Liebhaber wird das aber wahrscheinlich nicht ganz zureichen. Das MSI FX600 wird wohl einen breiten Teil der Verbraucher ansprechen, da es zu einem wohl recht günstigen Preis die Bedürfnisse mannigfaltiger Interessen bedient und befriedigt.
von Benjamin am 26. August 2010 Keine Kommentare | Hardware, Produkte, Shop & Community, Testberichte |



